Update: Naturpark Hessischer Spessart

Ein Wanderweg führt in den Wald. Martin Fischer fährt mit seinem Handbike durch den Wald.

Mehr Infos zu barrierearmen Wanderwegen im Naturpark Hessischer Spessart gibt es auf folgender Website:

https://www.naturpark-hessischer-spessart.de/suche/?query=barrierearm

Naturpark Hessischer Spessart

Der Spessart liegt als Naherholungsgebiet vor den Toren der Rhein-Main-Region und ist eingerahmt von Main, Kinzig und Sinn. Er ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in der Mitte Deutschlands und erstreckt sich in den beiden Bundesländern Hessen und Bayern. Die 85 Kilometer lange Landesgrenze ist für den Besucher kaum zu erkennen.

Über Landesgrenzen hinweg: Der Naturpark Spessart liegt in Hessen und in Bayern.
(Bild: OpenStreetMap Deutschland)

Der Naturpark Hessischer Spessart wurde 1963 gegründet und dehnt sich über mehr als 94.000 Hektar aus. Davon sind rund 60 Prozent bewaldet, vorrangig mit Eichen und Buchen. Der Hessische Spessart bietet die ideale Lebensgrundlage für viele bedrohte Tierarten wie zum Beispiel den Biber, der sich dort seit einigen Jahren wieder angesiedelt hat oder auch die Wildkatze.

Viele markierte Wanderwege führen die Besucher durch das größte Laubwaldgebiet Deutschlands. Ein touristisches Highlight ist der Premiumwanderweg „Spessartbogen“, der auf einer Strecke von fast 90 Kilometern von Langenselbold bis Schlüchtern führt. Ergänzt wird der Wandergenuss von Extratouren, den „Spessartfährten“ sowie den Spazierwand­­erwegen, den „Spessartspuren“.


Spessartspuren

Spazierwandern lautet das Stichwort. Also noch nicht wandern aber länger unterwegs sein als beim Spazierengehen. Jede der insgesamt 40 Spessartspuren eignet sich perfekt dazu. Sie sind als Rundwanderweg konzipiert, das heißt Start- und Zielpunkt sind gleich.

Spazierwanderer legen fast immer weniger als 10 km zurück und müssen nicht mehr als 250 Höhenmeter überwinden. Die Spessartspuren sind über den kompletten Hessischen Spessart verteilt. Spazierwanderer können auf ihnen die ganze Vielfalt und Schönheit der Naturlandschaften entdecken und erleben.

Wanderschild Spessartspuren
(R. Raab)

Kooperation mit Barrierefreies Wandern

Im Frühjahr 2022 entstand die Idee, die existierenden 40 Spessartspuren hinsichtlich des Grades der Barrierefreiheit zu überprüfen. Ziel dabei war es, herauszufinden, ob einige der Spessartspuren für Menschen mit einer Mobiltätseinschränkung, d. h. Rollstuhlfahrer, Menschen mit einer Gehbehinderung, Rollator-Nutzer, Handbiker, Senioren, Familien mit Kinderwagen, etc. begehbar, befahrbar oder berollbar sind. 

Nach einer Vorauswahl hinsichtlich Streckenlänge und Höhendifferenz, blieben 13 Spessartspuren übrig, die nun genau von mir begutachtet werden sollten. Dazu befuhr ich alle 13 mit dem Handbike. Die für Mobilitätseingeschränkte relevanten Faktoren, wie Weglänge und -beschaffenheit, Maximalsteigung, Seitneigung, Hindernisse, etc. wurden protokolliert und in den Streckenbeschreibungen genau dokumentiert. 

Nun wurden die geeigneten Spessartspuren mit dem, von mir entwickelten Bewertungsschema, als barrierearm leicht, – mittel und – schwer klassifiziert.  Und schließlich für jede der barrierearmen Spessartspuren eine Empfehlung abgegeben, für wen genau sie geeignet sind. Falls es Streckenabschnitte gab, die nicht barrierearm waren, wurde nach Alternativstrecken gesucht. Diese wurden dann ebenfalls genau beschrieben und ihr Verlauf mittels GPS-Track aufgezeichnet.

Ein besonderer Moment der Kooperation war auf jeden Fall ein Treffen am 12. Mai 2022 mit Fritz Dänner, Annika Ludwig und Frau Harnischfeger vom  Naturpark Hessischer Spessart, sowie Robert Ruppel vom Förderverein Naturpark Hessischer Spessart. Bei einer gemeinsamen Wanderung in Lettgenbrunn auf der Spessartspur 21 fand ein Erfahrungsaustausch mit vielen anregenden Gesprächen statt.

Ausblick

Um die barrierearmen Spessartspuren für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nutzbar zu machen, müssen die gesammelten Informationen in die Welt. Der Naturpark Hessische Spessart verfügt nun über die nötigen Informationen. Diese sollten interessierten Nutzern zugänglich gemacht werden.

Rundweg um den Laacher See in der Eifel

Autor: Torsten Commotio, Barrierefrei Erleben

Der Rundweg um den Laacher See in der Vulkaneifel ist ein barrierefreies Wandererlebnis, das nach den Kriterien von „Reisen für Alle“ zertifiziert ist. Dieser spezielle Abschnitt des Weges, der vom Kloster Maria Laach bis zum Blockhaus/Campingplatz führt, bietet eine idyllische Route für Menschen mit Gehbehinderungen und Rollstuhlfahrer.


Startpunkt und Sehenswürdigkeiten

Der Startpunkt des Rundweges befindet sich beim Kloster Maria Laach, einer beeindruckenden Klosteranlage mit Basilika und verschiedenen Wirtschaftsbetrieben, darunter eine Klostergaststätte. Die Klosteranlage selbst bietet bereits viel zu sehen, und Informationen zur Barrierefreiheit auf dem Klostergelände sind auf der offiziellen Website des Klosters zu finden.

Streckenverlauf und Naturerlebnis

Das Teilstück des Rundweges um den Laacher See führt über kleine Holzbrücken, vorbei an Wiesen und durch herrliche Waldpassagen direkt am Ufer des Laacher Sees entlang. Besonders hervorzuheben ist der kleine Platz am Bootsverleih, der mit seinen „Traumliegen“ zum Verweilen und Genießen der Natur einlädt.

Barrierefreiheit und Ausstattung

Der Wanderweg ist 2,1 km lang und führt vom Parkplatz in Maria Laach bis zum Parkplatz beim Campingplatz Laacher See. Er ist stufenlos, mindestens 120 cm breit und überwiegend noch breiter. Allerdings gibt es Abschnitte, die nicht leicht begeh- und befahrbar sind, insbesondere zwei Brücken mit maximalen Längsneigungen von bis zu 18 % auf einer Länge von 2 m. Entlang des Weges sind Sitzgelegenheiten vorhanden, jedoch mit teilweise größeren Abständen. Der Wanderweg ist autofrei und durchgehend ausgeschildert.

Parkmöglichkeiten und WC

Am Startpunkt gibt es drei gekennzeichnete Parkplätze für Menschen mit Behinderungen. Ein öffentliches WC für Menschen mit Behinderungen ist bei der Tourist-Information in Maria Laach vorhanden, wobei die WC-Tür mit einem Euroschlüssel zu öffnen ist.


Weitere Informationen zur Planung eines barrierefreien Urlaubs können Sie die Webseite vom Urlaubsmagazin Barrierefrei Erleben besuchen und hier auch den passenden Urlaubskatalog für ihr Urlaubsziel kostenlos bestellen.

Sächsische Schweiz: rund um die Hohe Liebe mit dem Rollstuhl oder dem Handbike

Autor: Torsten Commotio, Barrierefrei Erleben

Die Rollstuhl-Tour „Rund um die Hohe Liebe“ in der Sächsischen Schweiz bietet eine einzigartige Gelegenheit, die atemberaubende Natur dieser Region auf barrierefreien Wegen zu erkunden. Die Tour erstreckt sich über eine Distanz von etwa 6,94 Kilometern und dauert rund 2 Stunden. Der Startpunkt der barrierefreien Tour befindet sich auf dem großen Parkplatz an der Ortsverbindungsstraße von Bad Schandau – Postelwitz nach Ostrau.

Die Route führt durch einsame Waldwege zwischen dem Bad Schandauer Ortsteil Ostrau, dem Kirnitzschtal und der Wildwiese in den Schrammsteinen. Obwohl die Tour in zentraler Lage stattfindet, bietet sie eine ruhige Atmosphäre, fernab des Trubels. Der Höhepunkt der Tour ist zweifelsohne die Wildwiese, doch der gesamte Rundweg um die Hohe Liebe bietet entspanntes Wandern in malerischer Umgebung. Die Tour ist grundsätzlich auch mit einem E-Rollstuhl zu bewältigen, allerdings wird empfohlen, die Strecke bei trockenen Bedingungen zu befahren.

Die Strecke beginnt mit einem Anstieg und führt dann über breite, gut befahrbare Forstwege, die sich entlang des Berghangs winden. Unterwegs können Wanderer die Aussicht auf die beeindruckenden Felswände der Affensteine genießen. Der Obere Steinbruchweg bringt die Wanderer schließlich zur Wildwiese, von wo aus man einen eindrucksvollen Blick auf die Schrammsteine und den Gipfel des Falkensteins hat. Für eine Rast stehen Forsthütten zur Verfügung, allerdings sollte man sein eigenes Essen und Trinken mitbringen. Der Rückweg führt über den Wenzelweg zurück in den Zahnsgrund und die letzten 1,1 Kilometer müssen auf der Ortsverbindungsstraße nach Ostrau zurückgelegt werden.

Die Tour ist nicht nur für Rollstuhlfahrer oder Handbiker ein Erlebnis, sondern auch für Wanderer mit Kinderwagen geeignet. Sie bietet eine kulturell interessante Route und ist als Rundweg konzipiert.

Wer etwas mehr Zeit hat, dem empfiehlt sich ein Ausflug mit der Kirnitzschtalbahn zu dem Lichtenhainer Wasserfall. Von Bad Schandau aus führt die historische Straßenbahn zu dem Lichtenhainer Wasserfall und auf dem Weg kann man bei gemütlichem Tempo die Naturschönheiten des Kirnitzschtales entdecken. 


Für weitere Informationen und zur Planung Ihrer barrierefreien Tour in der Region Sächsische Schweiz und für weitere Urlaubsziele in Sachsen können Sie die Webseite vom Urlaubsmagazin Barrierefrei Erleben besuchen.

Barrierefrei durch Weinberge auf der Südliche Weinstraße

Autor: Torsten Commotio, Barrierefrei Erleben

Die barrierefreie Drei-Kilometer-Tour „Bildstöcke und Flurkreuze“ in Maikammer, Rheinland-Pfalz, ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Wandern für alle zugänglich gemacht werden kann. Die Route ist speziell für Personen mit Gehbehinderungen, Rollatoren und Kinderwagen konzipiert und bietet eine entspannte Möglichkeit, die malerische Landschaft und kulturellen Sehenswürdigkeiten der Region zu genießen.

Die Tour erstreckt sich über 3,2 Kilometer und kann in etwa einer Stunde bewältigt werden. Sie führt die Wanderer auf betonierten Wegen durch die idyllische Umgebung von Maikammer, vorbei an verschiedenen Bildstöcken und Flurkreuzen, die einen tiefen Einblick in die lokale Geschichte und Kultur bieten. Die Route ist durchgehend barrierefrei und weist nur sehr wenige Höhenmeter auf, was sie zu einer idealen Option für Menschen mit eingeschränkter Mobilität macht.

Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Bänke und zwei Picknickplätze mit Tischen, die zum Verweilen und Genießen der Aussicht einladen. Die Tour ist landschaftlich reizvoll und bietet eine Vielzahl von Informationen über die Bildstöcke und Flurkreuze in Maikammer. Zudem führt die Route an einigen Infotafeln des Weinlehrpfades vorbei, die zusätzliche Einblicke in die Region bieten.

Für diejenigen, die die Tour mit der App gehen, gibt es zu allen Bildstöcken und Flurkreuzen umfangreiche Informationen, einschließlich Geschichtlichem, Informationen über den Zeitpunkt der Errichtung der Denkmäler und über die Spender.

Die Tour ist nicht nur barrierefrei, sondern auch nach „Reisen für Alle“ zertifiziert, was bedeutet, dass sie die Qualitätskriterien für Barrierefreiheit erfüllt. Es gibt gekennzeichnete Parkplätze für Menschen mit Behinderungen und der Wanderweg ist durchgehend gut begeh- und befahrbar.

Diese Tour bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Schönheit und Kultur von Maikammer auf eine für alle zugängliche Weise zu erleben. Es ist ein Beweis dafür, dass Wandern und Naturgenuss keine Grenzen kennen und für jeden zugänglich gemacht werden können.


Weitere Informationen zur Planung eines barrierefreien Urlaubs in Rheinland-Pfalz können Sie die Webseite vom Urlaubsmagazin Barrierefrei Erleben https://www.barrierefreierleben.de/eintraege/rheinland-pfalz-8 besuchen und hier auch den passenden Urlaubskatalog kostenlos bestellen.

Leichte Touren in der Wetterau

Ein Rückblick auf die diesjährigen barrierearmen Wanderungen

„Endlich bin ich mal nicht die Langsamste“, „hätte gar nicht gedacht, dass ich diesen Weg schaffe“, „das hätte ich mir alleine nicht zugetraut“, so oder so ähnlich hört es sich an, wenn Teilnehmer eine barrierearme Wanderung kommentieren. Diese Sätze  empfinde ich als ein ganz großes Lob und eine Bestärkung darin, auch im nächsten Jahr barrierearme Wanderungen anzubieten.

An der ersten Tour ‚Durch das Naturschutzgebiet Nidderauen bei Glauburg-Stockheim‘ am 29.4.2023 nahmen 2 Personen teil. Die zweite barrierearme Wanderung ‚Rund um die Burg Münzenberg‘ am 14.5.2023 fand das Interesse von 7 Wanderern.  Dirk Eiser, Mitglied des Ortsbeirats der Stadt Münzenberg nahm im Vorfeld mit mir Kontakt auf und bot seine Hilfe bei der Organisation und Durchführung an. Bei der etwa 4 km langen Wanderung begleitete er uns und beantwortete viele Fragen zur Geschichte von Stadt und Burg.

Rund um die Burg Münzenberg; Foto: Barrierefreies Wandern

Am 27.5.2023 ging es ‚Zur Rosenblüte nach Steinfurth‘. Bei herrlichem Wetter wanderten 12 Teilnehmer auf der ca. 6 km langen Strecke rund um Steinfurth und konnten die gerade begonnene Rosenblüte bestaunen. Am 1.10.2023, dem Bad Nauheimer Kerbsonntag hieß das Motto ‚Vom Kurpark zur Skiwiese‘. Die ca. 6 km lange Rundtour mit einem tollen Picknick an der Frauenwald-Hütte oberhalb der Skiwiese absolvierten alle neun Teilnehmer erfolgreich.

Den Abschluss der diesjährigen inklusiven und barrierearmen Wandertouren machte  am Samstag, 7.10.2023 die ca. 4 km lange Wanderung: ‚Auf Butzbacher Waldwegen‘.  Martin Fischer vom Büro für Barrierefreies Wandern konnte bei warmem Spätsommerwetter am Startpunkt Forsthaus Butzbach 37 Teilnehmer begrüßen.

Leichte Wanderung über die Skiwiese Bad Nauheim; Foto: Barrierefreies Wandern
Auf Butzbach Waldwegen; Foto: Barrierefreies Wandern

Das gesteckte Ziel, ein Wanderangebot, das von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen genutzt werden kann und auch genutzt wird, zu schaffen, wurde voll erreicht. Neben Rollstuhlfahrern mit und ohne Begleitperson nahmen Rollatornutzer, Segwaynutzer, Handbiker, Senioren, Menschen mit einer Gehbehinderung und/oder einer anderen Behinderung(en) teil. Darüber hinaus fand das Angebot das Interesse von inklusiven und generationenübergreifenden Gruppen.

Mein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen des Förderprogramms ‚Generation Nachbarschaft‘ des Wetteraukreises. Ohne eine entsprechende Förderung wäre dieses Angebot nicht möglich gewesen.

Anmerkung zu den übersendeten Fotos: Die Teilnehmer haben einer eventuellen Veröffentlichung zugestimmt.

Mit dem Handbike auf dem Rheingau-Radweg

Unterwegs zwischen Rüdesheim und Lorchhausen auf Deutschlands teuerstem Radweg entlang der B42

Eine Fahrt mit dem Handbike auf dem, im Juli 2023 nach 17 Jahren Bauzeit fertig gestellten Radweg ist ein besonderes Erlebnis. Das liegt daran, dass der gut elf Kilometer lange und 2,5 m breite Rad- und Gehweg ohne nennenswerte Steigungen oder Hindernisse auf sehr gut berollbaren Beton- oder Asphalt verläuft. Er erschließt einen Teil der spektakulären Landschaft des UNESCO Welterbes Oberes Mittelrheintales, die für viele als das schönste Stück des gesamten Rheins zwischen den Alpen und der Nordsee gilt. Das ca. 130 km lange, canyonartige Durchbruchstal durch das Rheinische Schiefergebirge ist seit dem 19. Jahrhundert der Inbegriff der Rheinromantik. Zahlreiche Höhenburgen, andere Baudenkmäler, Weinberge und die vielen verwinkelten alten Dörfer und Städte auf dem schmalen Uferstreifen lassen einen aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

Rheingau-Radweg mit Höhenburg (Foto: Barrierefreies Wandern)

Bedingt durch die Enge des rechtsrheinischen Ufersaums, auf dem neben der B42 ebenfalls eine Bahntrasse entlang führt, verläuft die Radstrecke größtenteils auf sog. Kragarmen. Das sind einseitig gelagerte Balken, die das Gewicht des Radweges tragen. Man fährt also über weite Strecken direkt oberhalb des Flusses und ist durch eine Schutzplanke von der  Bundesstraße getrennt.  Zum Rhein  hin übernimmt dies ein Geländer. Leider ist es so hoch, dass  Handbiker oder kleine Menschen im Rollstuhl nicht darüber blicken können. Hier fehlen ‚Fenster‘ aus transparentem Material, die eine freie Sicht auf den Fluss und das gegenüber liegende Ufer ermöglichen. Wünschenswert wären außerdem breitere Haltebuchten in regelmäßigen Abständen, mit einer entsprechenden ‚Möblierung‘ in Form von Bänken und unterfahrbaren Tischen für eine kurze Pause oder eine längere Rast. Hinweistafeln auf Sehenswürdigkeiten oder Streckeninformationen (Rollstuhlfahrertoiletten, Gastronomie, Reparaturmöglichkeiten, etc.) fehlen völlig.

Ausblick versperrt (Foto: Barrierefreies Wandern)

Die Anbindung an das Radwegenetz am rechten Rheinufer innerhalb Rüdesheims lässt ebenfalls Wünsche offen. Von der Hindenburgallee kommend überquert man am Rüdesheimer Adlerturm die Bahngleise und befindet sich mitten im Verkehr auf der stark befahrenen B42 (Rheinstraße). Ein Ausweichen auf den Gehweg, der entlang der Rheinstraße verläuft ist wegen der Masse an Menschen, die sich dort bewegen, oft nicht möglich. Nach dem erneuten Überqueren der Gleise in Höhe des Rüdesheimer Bahnhofs fährt man ca. 500 m mitten im Verkehr auf der B42. Erst dann geht es auf dem Radweg weiter. Eine Lösung hierzu befindet sich derzeit in  Planung. Der Baubeginn ist für 2024 vorgesehen. Ein provisorischer Radweg auf einem Abstellgleis der Deutschen Bahn soll den Lückenschluss ermöglichen. Mal sehn. In Lorchhausen endet die Ausbaustrecke und geht nahtlos in den bestehenden Radweg über, der teilweise ohne Schutzplanke entlang der Bundesstraße verläuft.

Inklusionswoche in Bad Nauheim

Inklusive Wandertouren während der 1. Bad Nauheimer Inklusionswoche vom 1. Juli – 8. Juli 2023

Unter dem Motto ‚Da kann ja jede:r kommen‚ boten über 50 Kooperationspartner eine ganze Woche lang ein vielfältiges Angebot an, das aus etwas mehr als 65 Veranstaltungen und Projekten aus den Bereichen Sport, Musik und Kultur bestand. An den Workshops, Vorträgen, Führungen und Wanderungen sowie dem Kunstprojekt ‚Roter Faden Inklusion‘ konnten ALLE teilnehmen.

Foto: Barrierefreies Wandern

Die beiden barrierearmen Rundwanderungen waren demzufolge gut nachgefragt. Bei der Mittwochswanderung „Vom Kurpark zur Skiwiese“ konnte Martin Fischer vom „Büro für Barrierefreies Wandern“ insgesamt 15 Teilnehmer begrüßen. Darunter waren Rollstuhlfahrer, Menschen mit Gehbehinderung und Senioren. Ein Highlight war die erfolgreiche „Querfeldeinüberquerung“ der Skiwiese, die sich viele Teilnehmer alleine nicht zugetraut hätten. Die „Sieben Gotteshäuser-Tour“, ein thematischer Rundgang durch Bad Nauheim, der am darauffolgenden Donnerstag ebenfalls an der Tourist Information an den Kolonnaden startete, fand das Interesse von 12 Teilnehmern.