Eine Woche Trier und Umgebung mit dem Handbike in der Region (Teil 2)

Auch das Trierer Umland hat für Handbike-Fahrer viel zu bieten

Im Bereich des erweiterten Stadtgebiets Triers münden vier Flüsse in die Mosel: aus der Eifel die Sauer und die Kyll und aus dem Süden die Saar und die Ruwer.

Alle Mosel-Nebenflüsse verfügen über tolle Radwege, die hervorragend ausgeschildert und mit dem Handbike problemlos zu bewältigen sind. Jeder Flussradweg verfügt über seinen eigenen Charme. Die Steilhänge der relativ engen Flusstäler von Saar und Ruwer sind mit Weinreben bepflanzt und bieten eine Vielzahl von romantischen kleinen Ortschaften.

Der 48 km lange Ruwer-Radweg  www.ruwer-radweg.de verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse und verbindet das Moseltal mit den Höhen des Hunsrücks. Der Saarradweg ist 115 km lang und fast eben. Er verläuft auf beiden Seiten der Saar. Hier ist die Stadt Saarburg mit ihrer romantischen Altstadt und dem Wasserfall des Leukerbachs inmitten der Stadt hervorzuheben.

Der Sauertal-Radweg verläuft mit seinen 60 km entlang des Deutsch-Luxemburgischen Grenzflusses Sauer. Er verbindet Ettelbrück mit Wasserbillig an der Mosel und verläuft überwiegend auf asphaltierten Wegen mit geringen Steigungen.

Der Kyll-Radweg verläuft mit seinen 123 km teilweise auf stillgelegten Bahnstrecken durch die herb-romantische Eifel. Sein leicht welliges Steckenprofil macht ihn für Handbiker etwas anspruchsvoller.

Eine Woche Trier mit dem Rollstuhl (Teil 1)

Ein Besuch der ältesten Stadt Deutschlands ist absolut lohnenswert und bietet einige barrierefreie/arme Angebote

Die kreisfreie Großstadt an der Mosel wurde als Augusta Treverorum vor mehr als 2000 Jahren von den Römern gegründet. Trier war in der Spätantike Sitz einer der vier römischen Kaiser und hieß damals noch Treveris. Viele Baudenkmäler gehen auf den Bauboom zurück, der diese Epoche, ab etwa 300 n.Chr., mit sich brachte. 

Therme am Viehmarkt – Eine Thermenananlage römischen Ursprungs (Foto: Martin Fischer)

Später war die viertgrößte Stadt des Landes Rheinland-Pfalz kurfürstliche Residenzstadt und Sitz des Erzbischofs von Trier. Ab 1798 ist es der Sitz des französischen ‚Departements de la Sarre‘. Von 1815 – 1945 gehörte die Stadt an der Mittelmosel zu Preußen und seit 1946 zum neu gegründeten Bundesland Rheinland-Pfalz. 

Die wechselhafte Geschichte der Stadt spiegelt sich eindrucksvoll im Stadtbild und im kulturellen Leben wieder.

In der Innenstadt Triers, die zu weiten Teilen Fußgängerzone ist, kann man sich  problemlos mit dem Rollstuhl oder dem Handbike bewegen. Eine Vielzahl von Restaurants und Weinstuben sind ebenfalls gut mit dem Rollstuhl erreichbar. 

Viele Baudenkmäler lassen sich in einen barrierearmen Stadtrundgang integrieren und können besichtigen werden. Das sind beispielsweise die Konstantinbasilika, die Römerbrücke, die Kaiserthermen, die Thermen am Viehmarkt, die Barbarathermen, das Amphietheater, der Dom St.Peter und die Liebfrauenkirche. Die Porta Nigra kann man allerdings nur von aussen besichtigen.

Konstantinbasilika Trier (Foto: Martin Fischer)

Empfohlen für Geschichtsinteressierte ist außerdem das barrierefrei zugängliche Rheinische Landesmuseum Trier. Es dokumentiert eindrucksvoll 200 000 Jahre Geschichte und die kulturelle Entwicklung der gesamten Region. Das barrierefrei zugängliche ‚Café Zeitsprung‘ innerhalb des Landesmuseums ist ideal für eine kurze Erholungspause.

Weitere Informationen hinsichtlich der Barrierefreiheit finden Interessierte auf:  www.trier-info.de/barrierefrei/zertifizierte-angebote